| Sabine Maur-Lambert
Diplom-Psychologin
Ausbildungen:
Studium der Psychologie an den Universitäten
Würzburg und Portsmouth (Großbritannien),
Diplom 1999
Schwerpunke:
-
Interventionspsychologie
-
Kinder- und Jugendpsychiatrie
Diplomarbeit zum Rollenspiel im Training
der sozialen Kompetenz.
Momentan
in der Ausbildung zur psychologischen Verhaltenstherapeutin für Kinder-
und Jugendliche
Arbeitsschwerpunke:
Diagnostik
mit allen gängigen Testverfahren zur Überprüfung
von Begabung, Konzentration, Rechtschreiben, Lesen, Rechnen, emotionaler
Befindlichkeit
Behandlung
und Beratung von Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern, hinsichtlich
sozialer, emotionaler und hyperaktiver Störungen sowie bei Entwicklungs-
und Leistungsproblemen.
Besondere Schwerpunkte:
Arbeit mit ängstlichen Kindern und
deren Eltern, einzeltherapeutisch und in der Gruppe (Trainingsgruppe für
sozial unsichere und ängstliche Kinder, siehe unten)
- Arbeit mit aufmerksamkeitsgestörten
Kinder der 5.-7. Klasse und deren Eltern zur Vermittlung von Lerntechniken
in der Gruppe (Tricks für Kids)
- Diagnostik, Beratung und Vorträge
zum Thema intellektuelle Hochbegabung
Kontakt:
E-mail: [email protected]
Gruppentraining
für sozial unsichere und ängstliche Kinder:
Sabine Maur-Lambert & Andrea Landgraf
Überblick über das Training
Die inhaltliche Konzeption des Kindertrainings
folgt dem aktuellen Forschungsstand und der klinischen Erfahrung, wonach
insbesondere in den folgenden Bereichen Defizite bei sozial unsicheren
und ängstlichen Kindern auszumachen sind:
-
Emotionen: Fremd- und Eigenwahrnehmung,
Dekodierfähigkeit hinsichtlich nonverbaler Informationen, Emotionsregulation,
mangelndes Selbstbewußtsein, Gefühl der Hilflosigkeit;
-
Kognitionen: selektive Informationswahrnehmung
und interpretation, negative soziale Erwartungen, hohe Selbstaufmerksamkeit
und Mißerfolgsängstlichkeit, irrationale Gedanken;
-
Fertigkeiten: Vermeidungsverhalten,
leises Sprechen, mangelnder Blickkontakt u.ä.
Kurz gefaßt sieht das Gesamtkonzept
folgendermaßen aus:
zunächst wird die Eigen- und Fremdwahrnehmung
sowie die En- und Dekodierfähigkeit bzgl. verschiedener Basisemotionen
gefördert, dann geht es um die Unterscheidung positiver und negativer
Kognitionen, weiter um die Beeinflussung der Emotionen durch Kognitionen
und schließlich um das Einüben konkreter sozialer Fertigkeiten
im Umgang mit Emotionen und Kognitionen.
Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung
inhaltlicher Themen, sondern auch um eine prozessuale Aktivierung von impliziten
Gedächtnisinhalten. Damit sollen die folgenden, für den therapeutischen
Heilprozeß relevanten Prozesse aktiviert werden: Ressourcenaktivierung,
korrektive Erfahrungen, selbstwerterhöhende Erfahrungen, positive
Beziehungserfahrungen, positive Kontrollerfahrungen. Hinzu kommen natürlich
problemspezifische Interventionen.
Konkret soll insgesamt erreicht werden
eine verbesserte Handlungssteuerung, eine Reduzierung der sozialen Defizite
und ängstlichen Verhaltensweisen, eine Steigerung des Selbstvertrauens
und im Verbund mit dem Elterntraining eine bessere familiäre Interaktion.
Stunde 1: Kontaktaufnahme und Kennenlernen
Stunden 2 und 3: Emotionen kennenlernen
und wahrnehmen
Stunden 4 bis 6: Emotionen und Kognitionen
Stunde 7: Selbstbewußtsein
und Motivation
Stunde 8 und 9: Handlungssteuerung
Stunde 10: Erfolge würdigen
Modul 1: Entspannungsverfahren
Modul 2: Psychosomatische
Probleme
Modul 3: Therapie von Phobien
Überblick über das Elterntraining
Das Elterntraining besteht aus zwei Bereichen:
zum einen aus drei Elternabenden, zum anderen aus der wöchentlichen
Elternarbeit im unmittelbaren Anschluss an die Kinderstunden (siehe Abschnitt
Äußerer Rahmen). Dabei sind die Elternabende gedacht für
die Vermittlung von Wissen und dem Austausch zwischen den Eltern, während
der Fokus der wöchentlichen Stunden auf dem konkreten Einüben
neuer Verhaltensweisen liegt (insbesondere in Form von Hausaufgaben).
Grundsätzliche Ziele der Elternarbeit
sind für uns insbesondere:
· Vermittlung von störungsrelevantem
Wissen
-
Würdigung von Ressourcen und Ermutigung
zu neuen Erfahrungen
-
Sensibilisierung für das Kind und eigene
Verhaltensweisen
-
intensiver Austausch über Erziehungsfragen
und Erfahrungen
-
Kennenlernen und Durchführen operanter
Methoden
-
Setzen von realistischen Zielen bei Kind und
Eltern
-
partnerschaftliches Erziehen: Eltern und Kind
als Team
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