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Was ist ein Epileptologe? |
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Ein Epileptologe (dieser Titel wird nicht von der Landesrztekammer, sondern von der Liga gegen Epilepsie verliehen), ist ein Arzt, der ber seine Facharztausbildung zum Neurologen, Pdiater oder Kinder- und Jugendpsychiater eine epileptologische Ausbildung in einer Epilepsieklinik oder Epilepsieambulanz absolviert hat. Er hat sich dabei besondere Erfahrungen und Qualifikationen zur Diagnostik und Behandlung der verschiedenen Epilepsieformen erworben. Weiterhin ist fr die Verleihung dieser Zusatzbezeichnung eine abgeschlossene EEG-Ausbildung erforderlich. Er mu mindestens 1000 EEG`s in Supervision ausgewertet haben. Die Kenntnisse werden anhand eines praktischen und theoretischen Examens berprft. Er erhlt danach das Zertifikat der Deutschen EEG-Gesellschaft. Weiterhin mu er fortlaufend epileptologische Weiterbildungen nachweisen, um die Qualifikation des Epileptologie-Plus- Zertifikates zu behalten. In der Gemeinschaftspraxis erfllen Herr Dr. Klein und Herr Dr. Oehler diese Qualifikationskriterien. |
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Epilepsiesprechstunde: |
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In der Epilepsiesprechstunde werden die Patienten sowie ggf. die Eltern der Patienten umfassend beraten. Diese beinhaltet Fragen wie Kinderwunsch, Schwangerschaft, Medikamenteneinnahme whrend der Schwangerschaft und Stillzeit sowie spezifische Berufstauglichkeit und Fahrtauglichkeit. Weiterhin erfolgt eine Beratung bezglich der Ursachen der Epilepsie. Therapiemglichkeiten werden aufgezeigt, einschlielich operativer Verfahren. |
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Was versteht man unter einer Epilepsie? |
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Ein epileptischer Anfall ist eine unspezifische Reaktion des Gehirns. Diese ist auf eine vorbergehende Funktionsstrung der Nervenzellen zurckzufhren. Jeder Mensch kann unter bestimmten Umstnden einen epileptischen Anfall erleiden. Einen einzelnen Anfall bezeichnet man als Gelegenheitsanfall. Dieser kann unter spezifischen Umstnden auftreten. Im Kindesalter sind dies z. B. die Fieberkrmpfe und bei Erwachsenen oft Anflle nach Alkoholentzug. Von einer Epilepsie spricht man erst dann, wenn die Anflle chronisch wiederkehren. Epilepsien sind hufig. Fast 1 % der Bevlkerung Deutschlands d. h. ca 800.000 Menschen sind an einer Epilepsie erkrankt. 3 bis 6 % aller Menschen haben mindestens einen cerebralen Anfall in ihrem Leben, ohne an einer Epilepsie im engeren Sinne zu leiden. Daher bedeutet ein epileptischer Anfall noch nicht das Bestehen einer Epilepsie. Epilepsien sind nach wie vor mit vielen ngsten und Unwahrheiten verbunden, so da sie in unserer Gesellschaft hufig verleugnet werden. Dadurch werden viele Betroffene von einer fachkundigen Behandlung abgehalten. |
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Ursache der Epilepsien: |
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Die Ursachen sind vielflltig. Man unterscheidet primr generalisierte und fokale Anfallsleiden. Dies bedeutet, da entweder das gesamte Gehirn oder nur bestimmte Teile des Gehirns in das Anfallge schehen eingebunden sind. Die erste Form ist meist angeboren, die zweite meist erworben. Bei den erworbenen Epilepsien stehen Tumor, Residuen nach Hirnentzndungen, traumatische Hirnverletzungen, Hirninfarkte im Vordergrund. Die angeborenen Epilepsien haben oft eine spezielle Altersbindung und tageszeitliche Bindung z. B. nach dem Aufwachen. Sie zeigen spezifische EEG-Muster. Die bildgebenden Verfahren (Kernspintomographie, Computertomographie) zeigen bei den angeborenen Epilepsieformen oft einen Normalbefund, wohingegen die fokalen, erworbenen Epilepsieformen hier spezifische Vernderungen aufweisen. |
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Wie sieht ein Anfall aus? |
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Die Form des Anfalls hngt von der Hirnregion ab, die den Anfall verursacht. Schlfenlappenepilepsien zeigen sich z. B. hufig durch ein aufsteigendes belkeitsgefhl und Wrmegefhl im Magen sowie ber Bewutseinstrbungen , nestelnde Handbewegungen.Sie neigen oft zum Generalisieren, d.h. zu generalisierenten Zuckungen einschlielich Zungenbi. Dann spricht man von einem Grand-mal-Anfall. Idiopathische d. h. angeborene Epilepsien zeigen sich hufig durch sekundenweise Bewutseinstrbungen (Absence). |
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Was passiert bei einem Anfall? |
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Bei einem Anfall kommt es zu abnormen Entladungen von Nervenzellen. Diese Entladungen knnen sich ausbreiten. In den Nervenzellen selbst kommt es zu einem Ansturm von Natrium und Calzium in die Zelle, wodurch die beschriebene elektrische Entladung verursacht wird. |
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Was ist ein EEG? |
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EEG ist die Abkrzung fr Elektroenzephalographie. Dabei werden Elektroden auf die Kopfoberflche gesetzt und die Hirnstrme der unterschiedlichen Hirnregionen aufgezeichnet. Durch schnelles Atmen ((Hyperventilation) oder die Applikation von Lichtblitzen (Fotostimulation) kann eine latente Anfallsbereitschaft provoziert werden. Die Untersuchung ist absolut schmerzlos und nebenwirkungsfrei. Bei spezifischen Epilepsieformen kann es sinnvoll sein, ein EEG nach Schlafentzug, d.h. nach einer durchwachten Nacht, durchzufhren. |
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Neuropsychologische Testung: |
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Da ein epileptischer Herd eine umschriebene Hirnfunktionsstrung verursachen kann, fhrt er nicht selten zu kognitiven Teilleistungsdefiziten. Dabei kann es sich z.B. um Strungen der Gedchtnis- und Aufmerk- samkeitsleistung handeln. Dieses ist insbesondere bei Kindern und Jugendlichen abklrungsbedrftig. Eine entsprechende Testung kann in unserer Praxis durchgefhrt werden. |
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Therapie: |
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Bei dem Vorliegen einer Epilepsie, d. h. bei chronisch wiederkehrenden cerebralen Anfllen ist in aller Regel eine medikamentse Behandlung indiziert. Die Medikamente (Antikonvulsiva) wirken vor allem an den Ionenkanlen und fhren somit zu einer Membranstabilisierung. Neuere Antikonvulsivia blockieren erregungssteigernde Transmitter oder frdern erregungshemmende Transmitter (neuronale Botenstoffe) wie z. B. die Gammaaminobuttersure (GABA). Bei einigen Medikamenten ist es sinnvoll, regelmig den Blutspiegel zu berprfen. In der Regel wird versucht, mit einem Medikament auszukommen. Sollte es erforderlich sein. zwei oder mehrere Medikamente zu geben, ist eine genauere berwachung der Vertrglichkeit und Blutspiegelkontrollen in der Regel erforderlich, da sich die verschiedenen Medikamente wechselseitig beeinflussen knnen. |
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Worauf mssen die Patienten achten? |
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Wichtig ist die regelmige Medikamenteneinnahme und ein regelmiger Lebensrhythmus. Insbesondere sollten Alkoholgenu und Schlafmangel vermieden werden. Eine Fahrererlaubnis kann frhestens nach zweijhriger Anfallsfreiheit ausgesprochen werden. Besondere Gefahren ergeben sich beim Schwimmen, Baden in der Badewanne sowie bei spezifischen Sportarten wie Tauchen, Surfen, Bergsteigen etc.. Beruflich sollte eine Arbeit an ungesicherten Maschinen sowie mit Absturzgefahr vermieden werden. Weiter Informationen unter: Neurologie: www.uni-duesseldorf.de/www/awmf/ll/ll_neuro.htm Neuro-Pdiatrie www.uni-duesseldorf.de/www/awmf/ll/ll_pneur.htm Informationen ber Selbsthilfegruppe: |